ALLES IST MANIPULATION. ALLES IST HYPNOSE, Hypnose ist die Kunst der Manipulation. HYPNOSE Welche Bilder formen sich in Ihrer Phantasie?

Live-Hypnose und Rückführung

Jörg Vogeltanz hatte in einer Frühlingsnacht des Jahres 1990 eine faszinierende UFO-Sichtung - ein großes, leuchtendes Dreieck, das sich innerhalb von ca. 40 Sekunden über den Himmel bewegte. In dieser Ausgabe wollen wir versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen. Geplant ist eine Rückführung zu Zeit und Ort des Geschehens an einen Waldsee unweit von Graz. Die Hypnosetherapeutin Tatjana Petrovic wird Jörg fachgerecht in Trance versetzen, der Ausgang ist offen. Ein klassisches live Experiment auf CROPfm, alles ist möglich... Hypnose als Instrument zur Rückführung, um so Erlebnisse und Traumata der Vergangenheit aus dem Unbewussten hervorzuholen, ist unter Experten durchaus umstritten. Bei Rückführungen in Zusammenhang mit dem UFO-Phänomen wird u.a. oft kritisiert, dass die Art der Fragestellung das Erinnerte durch Suggestion beeinflussen kann. Durch die Trance können natürlich auch ganz andere Ereignisse an die Oberfläche kommen, die mit dem eigentlichen Thema nichts oder nur wenig zu tun haben. Im weiteren Verlauf der Sendung gehen wir auch generell auf Hypnose und Rückführungen, sowie deren Möglichkeiten und Grenzen ein.

Alles ist Manipulation. Alles ist Hypnose.

Alles. Jedes Wort. Jedes Bild. Jeder Ton. Jedes Ding. Jeder Mensch.
Ja, auch Ihre pure Anwesenheit wirkt manipulativ. Die Beeinflussung beginnt mit Ihrer Persönlichkeit. Sobald Sie den Raum eines Menschen betreten, verändern Sie sein Verhalten und er das Ihre.
Die Frage ist nicht, ob Sie manipulieren.
Die Frage ist, ob Sie sich dessen bewusst sind und welche Qualität Ihre Beeinflussungen haben.
Wie Sie Ihre Wirkung gestalten und damit die Wirklichkeit.
Ihre eigene und die der anderen.
Indem Sie sich die Mechanismen der Hypnose bewusst machen, die ich Ihnen in diesem Buch vorstelle, und sich ihre Techniken aneignen, können Sie Ihre Anwesenheit auf diesem Globus inspirierend, flexibel und mit dem größtmöglichen Nutzen einsetzen. Für sich selbst und für alle anderen. Sie erkennen, wenn andere Sie manipulieren, bewusst oder unbewusst. Sie können sich entscheiden, nicht manipuliert zu werden. Sie behalten die Fäden in der Hand.
Hypnose ist die Kunst der Manipulation.
Aber vor allem ist sie die Kunst der Kommunikation mit der Welt und mit uns selbst. In Worten, Gesten, Bildern. Wer das weiß, lebt.

Hypnose Undercover: Die tagtägliche Verführung – denn Sie wissen nicht, was Sie tun

HYPNOSE
Welche Bilder formen sich in Ihrer Phantasie? Möglicherweise erscheint vor Ihrem inneren Auge ein mysteriöser Varietékünstler mit schwarzem Umhang, weißer Theaterschminke und stechendem Blick, der einen leichtsinnigen Freiwilligen dazu bringt, auf einem Bein zu hüpfen und wie ein Huhn zu gackern. Oder Sie sehen Ihren Arzt, der Sie mittels Hypnosetherapie kürzlich vom Rauchen befreit hat. Vielleicht ist es auch die Schlange Kaa aus der Zeichentrick-Verfilmung von Rudyard Kiplings Dschungelbuch, die den kleinen Mowgli mithilfe psychedelischer Spiralen in ihren Augen in Trance versetzt? Wer weiß, vielleicht denken Sie an mich, immerhin halten Sie gerade dieses Buch in Händen.


Es gibt kaum jemanden, den dieses faszinierende Wort kaltlässt, das sich vom altgriechischen Begriff für Schlaf, Hypnos, ableitet.


Genau wegen dieser Assoziationen Schlaf, Trance, völlige Entspannung – werden die wenigsten von Ihnen dabei ausgerechnet an den nächsten Supermarkt denken. Und doch ist gerade der Supermarkt ein Ort, der uns täglich mittels hypnotischer Techniken manipuliert. Und zwar, ohne dass wir es merken. Das glauben Sie nun vielleicht nicht. Hypnose im Supermarkt? Wie soll das denn gehen? Aber haben Sie sich nicht schon mal gewundert, dass Sie viel mehr eingekauft haben, als Sie wollten? Woher Sie plötzlich diese unwiderstehliche Lust auf ein bestimmtes Produkt bekamen? Wieso Sie Dinge nach Hause trugen, die definitiv nicht auf Ihrer Einkaufsliste standen?


Und:

Würden Sie mir glauben, wenn ich behaupte, dass ich Sie dazu bringen kann, in einem Supermarkt genau die Produkte zu kaufen, die ich zuvor bestimme – und zwar ohne, dass Sie davon wissen?


Den Journalisten der Wissenschaftssendung Terra Xpress gegenüber habe ich jedenfalls genau das behauptet. Und wie Journalisten so sind, wollten sie auch gleich die Probe aufs Exempel machen. In einem Supermarkt in Süddeutschland sollte ich zwei von der Redaktion ausgewählte Personen, einen Mann und eine Frau, dazu bringen, genau die gleichen Dinge in ihren Einkaufswagen zu legen wie diejenigen, die ich zuvor ausgewählt hätte. Man gewährte mir eine Nacht nach Ladenschluss, um den Supermarkt nach meinen Ideen und mit meinen Suggestionen zu präparieren. Eine spannende Herausforderung!

Zunächst machte ich einen Plan. Ich konzentrierte mich auf bestimmte Warengruppen, aus denen die beiden Probanden am nächsten Tag jeweils spontan ein Produkt auswählen sollten. Nachdem der Laden seine Pforten geschlossen hatte, traf ich zunächst eine Auswahl: Ich legte »meine« sieben Produkte in einen Einkaufswagen, der am nächsten Tag zur Kontrolle dienen würde. Dann krempelte ich die Ärmel hoch …


Am nächsten Morgen waren wir – das Team, das mir geholfen hatte, und ich  ein wenig übermüdet. Wir hatten die ganze Nacht geschuftet, um genau die Vorkehrungen zu treffen, die unsere beiden Testkandidaten zu den vorbestimmten Produkten lotsen sollten. Doch die Spannung hielt uns wach. Aufgeregt erwarteten wir die Ankunft der beiden Tester. Dabei sollte ich mich zunächst versteckt halten.


Wolfgang und Christine waren beide Mitte 30. Ihnen war erzählt worden, dass es in diesem Test um das Kaufverhalten von Männern und Frauen gehen werde. Von unserem wahren Vorhaben hatten sie nicht die leiseste Ahnung – sonst würde der Test nicht funktionieren.
Die beiden wurden mit Brillen Kameras ausgestattet. So konnte ich aus einem in der Nähe geparkten Wagen heraus genau verfolgen, was ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Dann ging es auch schon los. Im Abstand von zehn Minuten starteten die Probanden.
Es war beinahe unheimlich: Wie von mir vorhergesagt, zog es beide Testpersonen wie ferngesteuert sofort zu einer ganz bestimmten Sorte Bio-Äpfel. Dabei standen insgesamt 123 Sorten Obst und Gemüse zur Auswahl! Als Nächstes griffen sie genauso gezielt zu den von mir ausgewählten Bio-Kartoffeln.


Beim Kaffee gab es einen kleinen Stolperer. Mir rutschte kurz das Herz etwas tiefer: Christine ließ sich zwar bei einer Auswahl von insgesamt 244 Sorten ohne Zögern zur von mir präparierten Kaffeemarke verleiten – doch Wolfgang marschierte einfach vorbei. Ich als passionierter Kaffeeliebhaber hatte einfach nicht mit einem Teetrinker gerechnet! Doch schon bei den Brotaufstrichen funktionierte wieder alles wie am Schnürchen. Die Schoko-Sauerkirsch-Marmelade landete in beiden Einkaufswagen. Ebenfalls das von mir ausgewählte Waschmittel und die Bio-Eier. An der Kühltheke mit insgesamt um die 1000 Produkten zur Auswahl griffen beide wie geplant zur Pizza. Wolfgang nahm hier die von mir vorbestimmten Zutaten für eine Do-it-yourself-Pizza – Schinken, vorgeriebener Pizzakäse, Fertigteig und passierte Tomaten. Die Suggestion, die ich dazu angebracht hatte, lautete: »Mach dir deine Pizza« und war vorwiegend auf Männer ausgerichtet. Christine bevorzugte, wie erwartet, stattdessen eine fertige Tiefkühlpizza.


Das Experiment war ein voller Erfolg. Nicht nur die beiden Probanden waren bass erstaunt, als ich sie mit meinem zuvor präparierten Einkaufswagen konfrontierte, in dem »ihre« Waren lagen …


Wie also hatte ich es geschafft, die beiden derart zu manipulieren? Zunächst hatte ich eine freundliche Studentin vor der Supermarkt Tür platziert, die Unterschriften zum Thema Mülltrennung sammelte und dazu Flyer verteilte. Beide Probanden reagierten darauf positiv und machten mit – sie setzten ihre Unterschrift unter die Liste. Damit geschah genau das, was ich wollte: Christine und Wolfgang waren sofort auf die Themen »Bio« und »Umwelt« gepolt. Unterschwellig meldete sich vielleicht auch das schlechte Gewissen: Trenne ich meinen Müll konsequent? 

Tue ich wirklich genug für die Umwelt? Das konnte doch gleich beim Einkauf ausgeglichen werden! Allerdings erklärt dies allein aber nicht, warum die zwei zu genau den Bio-Äpfeln und Kartoffeln griffen, die ich vorherbestimmt hatte. Des Rätsels Lösung: Ich hatte genau über den Äpfeln eine spezielle Lampe installiert, die das Rotspektrum betont. So sieht das Obst unwiderstehlich saftig aus. 

Bei den Kartoffeln betonte die Lampe die goldgelbe Farbe. Die Farben von Nahrungsmitteln sprechen direkt einen unserer ältesten Instinkte an: das Gespür, gesunde und frische Nahrung zu entdecken. Ohne diesen Sinn hätten unsere Vorfahren nicht überlebt. Im Dschungel der Jäger und Sammler gab es allerdings keine Trick Beleuchtung. Heute sind ganze Kataloge allein solchen Schummel Lampen gewidmet. Mit ihnen sehen Obst, Käse, Fleisch, Gemüse und Fisch appetitlicher aus, als sie es möglicherweise sind. Dass die Sache so zuverlässig funktioniert, war allerdings sogar für mich überraschend.


Ich hatte außerdem Schilder mit den Worten »Liebe« und »Kraft« am Eingang angebracht. Beide Testpersonen konnten sich nicht erinnern, diese Worte gesehen zu haben. Trotzdem hatten sie zu Produkten gegriffen, neben denen diese Begriffe erneut auftauchten.
Psychologen schätzen, dass wir 90 Prozent der Informationen, die uns umgeben, nur unterbewusst wahrnehmen. Wir können uns mit unserem wachen Bewusstsein lediglich auf etwa drei Dinge zugleich konzentrieren. Man kann sich das Bewusstsein wie Überwachungsbildschirme vorstellen. Auch wenn die Kameras – unser Unterbewusstsein eine kleine Anmerkung: Ich spreche in diesem Buch von Unterbewusstsein, weil es der umgangssprachliche Begriff ist, den die meisten von uns kennen und mit dem sie etwas anfangen können. 

Korrekt müsste es eigentlich Unbewusstes heißen alles akribisch aufnehmen und speichern, können wir nur auf einige Bildschirme zugleich schauen. Aber auch die restlichen 90 Prozent werden verarbeitet. Sie sind immer da. Wir haben nur in unserem Normalzustand keinen Zugang dazu. Dabei haben diese unterbewussten Wahrnehmungen einen immensen Einfluss auf unsere Gefühle und unser Verhalten. Hypnose Therapeuten wissen und nutzen das; sie können dem Hypnotisierten Details von längst vergessen geglaubten Ereignissen zugänglich machen.


Zurück zum Versuch. An die Lautsprecherdurchsagen, die die Supermarkt-Versuchskaninchen zur Marmelade im Regal geleitet hatten, konnten sich die Testpersonen hinterher ebenfalls nicht bewusst erinnern: »Ja, da war was, aber was? Keine Ahnung!«
Die Lust auf Kaffee befiel Christine, als ihr von einer von mir strategisch platzierten Werbedame eine duftende Tasse zum Probieren angeboten wurde. Sie lehnte zwar ab, legte aber genau die angebotene Kaffeesorte in ihren Einkaufswagen! Neben dem Sinnesreiz dem Kaffeeduft kam das einfache Prinzip des Schenkens zum Einsatz, das sogar dann funktioniert, wenn man das Angebot ablehnt: 

Unbewusst wollte Christine etwas zurückgeben.
Wolfgang wurde während seiner Tour von einem anderen »Kunden« – einem Mitarbeiter aus dem TV-Team – nach der Getränke Abteilung gefragt. Dieser Mann trug ein T-Shirt mit der Aufschrift Power. Hinterher konnte sich Wolfgang zwar an den Mann, aber nicht an das T-Shirt erinnern. Doch als das Wort »Power« über der Truhe mit den Pizza Zutaten auftauchte, schlug Wolfgang zu.


Außerdem hatte ich die Waren in Augenhöhe platziert. Das hat zwei Effekte. Einmal sind wir Menschen faul. Wir wollen uns nicht so gern anstrengen und bücken. Darum liegen im Supermarkt die billigen Produkte immer ganz unten in den Regalen. Bequem, wie wir sind, bevorzugen wir die Produkte auf Augenhöhe. Darum platzieren die Supermärkte dort die teuersten Waren.


Wer aufs Geld achten muss, kann sich diese Bequemlichkeit nicht leisten und muss da runter. Der Supermarkt muss sich also keine Sorgen machen, dass er die Billigmarken nicht loswird. Das Bücken hat aber noch einen Effekt: Unsere Laune sinkt, und wir werden pessimistischer. Das lässt zumindest ein Experiment vermuten, das Psychologen mit Studenten durchgeführt haben. Dabei sollte eine Gruppe Probanden Murmeln in einem Regal von unten nach oben sortieren. Eine zweite Gruppe sortierte von oben nach unten. Anschließend wurden die Studenten gebeten, darüber zu berichten, was ihnen in der vergangenen Woche widerfahren war. Die Gruppe, die von oben nach unten sortieren musste, erinnerte sich hauptsächlich an negative Ereignisse. Der Gruppe, die von unten nach oben sortiert hatte, fielen fast ausschließlich positive Begebenheiten ein. Und das nur, weil sie in eine bestimmte Richtung sortiert hatten.


All diese kleinen Manipulationen waren von mir ganz gezielt eingesetzt worden. Ihre Wirkung entfaltete sich dagegen von anderen völlig unbemerkt: Wolfgang und Christine reagierten allein mit ihrem Unterbewusstsein. Wie in einer Hypnose.

Du wirst tun, was ich will: Hypnose-Techniken für den Alltag
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