Gönnen Sie sich etwas Gutes! Gehen Sie mal wieder essen! Viele haben es schon erlebt: Man geht in ein Restaurant, weil man gepflegt und qualitativ hochwertig essen möchte.

Essen im Restaurant Der Kunde ist König? Denkste!

Gönnen Sie sich etwas Gutes! Gehen Sie essen! Der Kunde ist König? Denkste! Viele haben es schon erlebt: Man geht in ein Restaurant, weil man gepflegt und qualitativ hochwertig essen möchte.

Leider stellt man dabei viel zu oft fest, dass das Essen nicht aus frischen Zutaten besteht, sondern aus Dosen und Tüten stammt. Nicht selten greift der eine oder andere Gastronom auf Tiefkühl- und Ersatzprodukte zurück.

Selbst wo „hausgemacht“ draufsteht, ist oft nicht „hausgemacht“ drin. 80 % der Speisen in Restaurants kommen aus dem Glas, der Tüte oder der Dose.

Noch ärgerlicher wird ´s, wenn das Essen zusätzlich mangelhaft zubereitet wurde und man am Ende dann auch noch völlig überzogene Preise für das kulinarische Desaster bezahlen muss.

Damit aber nicht genug!

Restaurantgäste werden mit dreisten Tricks getäuscht. Wer beispielsweise Schafskäse im griechischen Bauernsalat erwartet, muss damit rechnen, dass er Käse-Imitat aus der Salzlake bekommt.

Auch bei Spargel-Gerichten wird geschummelt: Statt Sauce Hollandaise aus Butter und Eigelb wird Industriesoße aus billigem Pflanzenöl gereicht. Und das sind nur zwei von vielen Beispielen, wie in deutschen Restaurants betrogen wird.

Bis zu 80 Prozent der Restaurantgerichte kommen vom Gastroservice

Wer erwartet, dass Restaurantköche ihre Zutaten frisch auf dem Wochenmarkt kaufen, irrt oft gewaltig.

Die meisten Restaurants werden mit industriell vorbereiteten Produkten vom Gastroservice beliefert. Dazu zählen Fertigsoßen, tiefgekühlte Fertigprodukte oder auch Dosensuppen, die in der Küche lediglich aufgewärmt werden.

Eine billige Angelegenheit für die Gastronomie. Schließlich gehört zum Öffnen und Aufwärmen eines Dosengerichts nicht viel Kochkunst – der Gast bemerkt die Schummelei nur selten.

Liste der häufigsten Restaurant-Tricks

Um unsere Leserinnen und Leser über die häufigsten Lügen aufzuklären, veröffentlichen wir in diesem Artikel eine Liste mit Tricks und Betrügereien in der Gastronomie.

Leitungswasser statt Mineralwasser

Wer im Restaurant ein Mineralwasser bestellt, sollte auch Mineralwasser bekommen. Stattdessen wird häufig billiges Tafelwasser aus dem Discounter oder sogar Leitungswasser gereicht.

Dieses wird teilweise aufgesprudelt und in (Marken-) Wasserflaschen abgefüllt. Wer sicher gehen möchte, dass er Selters statt Kraneberger bekommt, sollte darauf achten, dass die Flasche am Tisch geöffnet wird.

Vanillearoma statt echter Vanille

Unter anderem in Tees werden statt teurer, echter Vanille, lediglich Aromakügelchen verwendet. Diese sind synthetisch hergestellt und wesentlich billiger.

Die Aromakügelchen sind im aufgeschnittenen Teebeutel mit ein wenig Übung zu erkennen. Bei Süßspeisen, die mit Vanillin (künstliches Vanillearoma) aromatisiert sind, ist man auf seine Augen und den Geschmackssinn angewiesen.

Künstliche Vanillearomen schmecken oft zu intensiv, außerdem fehlen meist die kleinen dunklen Vanillestückchen.

Rührei ohne echte Eier

Ein Rührei besteht aus Eiern. So einfach ist das? So einfach ist das leider nicht.

Rührei wird gerne aus Eipulver oder aus Flüssigeizubereitung aus dem Tetrapack hergestellt.

Das macht es kostengünstiger und einfacher in der Zubereitung. Nicht nur der Geschmack, auch die Farbe leidet darunter. Diese wird deutlich gelber als bei einem Rührei aus Eiern.

Orangenzuckerwasser statt Orangensaft

Wer einen O-Saft zum Frühstück bestellt, bekommt häufig mit Zucker und Wasser gestreckten Orangennektar oder gar ein Orangenfruchtsaftgetränk serviert.

Im Gegensatz zu echtem Orangensaft schmecken diese Getränke meist süßer und weniger sauer als echter Orangensaft.

Filet auf der Karte aber nicht auf dem Teller

Das Filet ist das beste Stück Fleisch vom Rind. Es zergeht auf der Zunge und ist überaus hochpreisig.

Wer allerdings in einem Restaurant ein Gericht mit Rinderfilet bestellt, darf sich nicht sicher sein, auch Rinderfilet zu bekommen, denn die Sache ist nämlich die:

Da Rinderfilet im Einkauf recht teuer ist und der Profit ja so hoch wie möglich ausfallen soll, greifen manche Gastronomen in die Trickkiste.

Dazu wird ein Stück preisgünstigeres Rindfleisch hergenommen, woraus dann ein „Filet“ gebastelt wird. Wie das genau geht, sehen Sie im Video am Ende dieses Artikels.

Vermeintlich frische Zutaten

Frische Zutaten sind wohl das Mindeste, was man in einem Restaurant erwarten kann? Leider nicht. Der Gast weiß ja nichts von der Qualität der Zutaten, woraus sein Essen zubereitet wurde, und der Koch muss das ja nicht essen, was für die Gäste auf dem Teller landet.

Welkes Gemüse und Pilze, die sich nicht mehr für den Verzehr eignen, sind da nur zwei Beispiele. Fleisch, dessen Haltbarkeitsdatum bereits weit überschritten wurde, ist ein weiteres Beispiel.

Selbst gebacken – oder doch nicht!?

Selbst gebackener Kuchen – so wie bei Omi – am liebsten noch warm. Diese Bitte erfüllt Ihnen wohl wirklich nur Omi. Wo „selbst gebacken“ drauf steht, ist nämlich nur selten selbst gebacken drin.

Kuchen und Torten werden im Großmarkt gekauft, aufgetaut und kurz vor dem Verzehr erwärmt. Spätestens beim Reinbeißen werden Sie die falsche „Köstlichkeit“ erkennen.

Frischer Apfelstrudel? Schön wär ´s!

Nicht nur im Winter eine Köstlichkeit: Apfelstrudel. Eine blättrige Hülle, ein fruchtiges Inneres – so bekommt man ihn in Österreich, aber nicht hierzulande.

Hier kommt er aus dem Tiefkühlfach. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch einfacher. Kenner erkennen ihn am Geschmack: wenig Apfel, viel Pappe.

Filterkaffee im Latte Macchiato

Statt echtem Espresso steckt im Latte Macchiato zuweilen gewöhnlicher Filterkaffee. Außerdem stimmt oft das Verhältnis zwischen Milch und Kaffee nicht.

In einem echten Macchiato (gefleckte Milch) sollte der Espresso rund ein Drittel der Milch braun färben. In einem durchsichtigen Glas ist die Mogelei daher einfacher zu erkennen.

Käse-Imitat statt Feta

Wer im griechischen Salat echten Schafskäse erwartet, wird oft enttäuscht. Statt echtem Feta enthalten Restaurantgerichte häufig günstigeren Kuhkäse aus der Salzlake oder sogar Schafskäse-Imitat aus Pflanzenöl und Geschmacksverstärker!

Hat der angebliche Schafskäse keine Poren und wirkt allzu glatt, kann man davon ausgehen, dass billiger Salatkäse aus dem Gastroservice verwendet wurde.

Analogkäse statt echter Käse

Er ist billig, verläuft gleichmäßig und ist geschmacklich nur schwer von echtem Käse zu unterscheiden: Analogkäse aus Pflanzenöl statt Käse aus Kuhmilch gehört ebenfalls zu den häufigsten Verbraucherbeschwerden in Sachen Restaurantnepp.

Wird auf der Speisekarte das Gericht lediglich als „überbacken“ angegeben, ist Vorsicht geboten. Echter Käse zieht nach dem Erhitzen meist Fäden, bei Analogkäse ist das nicht der Fall.

Wiener Schnitzel vom Schwein statt vom Kalb

Ein echtes Wiener Schnitzel ist dünn, paniert, und besteht aus Kalbfleisch. Das ist für den Laien manchmal schwer erkennbar, da die Panade das Fleisch ummantelt.

Oft wird indes ein paniertes Schweine- oder Putenschnitzel serviert. Diese dürfen hierzulande jedoch nur als Schnitzel „Wiener Art“ verkauft werden.

Ein echtes Wiener Schnitzel besteht zu maximal 35 Prozent aus Panade. Das Kalbfleisch ist in der Regel daran zu erkennen, dass es dunkler ist als Schwein oder Pute.

Surimi di Mare

Meeresfrüchte müssen aus dem Meer kommen. Das leuchtet ein. Was ist aber, wenn die Bestandteile im Meeresfrüchtesalat tatsächlich aus dem Meer kommen, aber aus Fischresten zusammengesetzt sind?

Wenn Surimi (Krebsfleischersatz) im Salat steckt, muss dieses auch in der Speisekarte erwähnt werden. Schließlich enthält Surimi in der Regel Geschmacksverstärker sowie Farb- und Konservierungsstoffe.

Garnelen statt Scampi

Bestellt man im Restaurant ein Gericht mit Scampi, bekommt man unter Umständen Garnelen serviert.

Dabei ist der Unterschied bei ganzen Tieren leicht zu erkennen: Scampi haben Scheren, Garnelen haben Fühler – und sind wesentlich billiger als Scampi.

In geschälten Zustand erkennen leider nur Fachleute den Unterschied auf Anhieb: Während Scampi zarter sind und ihr Geschmack an Hummerfleisch erinnert, sind Garnelen in der Konsistenz fester.
Außerdem stammen Garnelen oft aus Zuchtbetrieben und wurden unter Einsatz von Antibiotika herangezüchtet oder sie werden mit Schleppnetzen gefangen.

Scampi sind aus ökologischer Sicht vertretbar, wenn sie beispielsweise aus der Nordsee stammen und mit Fangkörben gefischt werden.

Pangasius statt Seezunge

Der Salzwasserfisch Seezunge ist nicht gerade billig. Der Kilopreis beträgt bis zu ca. 50 Euro. Doch statt der edlen Delikatesse servieren einige Lokale statt Seezunge billigen Pangasius aus Vietnam, der einen Kilopreis von gerade einmal 4 Euro hat.

Für die Restaurants lohnt sich die Mogelei durchaus, denn viele Gäste erkennen den Unterschied nicht.

Pangasius schmeckt im Vergleich zur Seezunge etwas fade, ansonsten sind sich die Fischsorten recht ähnlich. Laut Verbraucherzentrale Hamburg ist jede dritte Seezunge in deutschen Restaurants ein Billigfisch.

Formschinken statt echter Schinken

Besonders häufig wird die Schummelei mit dem Schinken beanstandet. Die Beanstandungsquote liegt je nach Bundesland bei bis zu 95 Prozent! Betroffen sind oft Pizzerien, die den Pizzabelag nicht richtig deklarieren.

Statt Schinken wird sehr häufig billiger Formschinken verwendet, also ein Produkt, das oft nur zur Hälfte aus Schinkenstücken besteht. Der Rest sind Bindemittel und billige Eiweiße aus Soja, die den Analogschinken zusammenhalten.

Die richtige Bezeichnung für diesen Schinkenverschnitt lautet „Formfleischschinken aus Schinkenteilen zusammengefügt“. Doch die wenigsten Restaurants halten sich an diese Bezeichnung.

Überbacken als Pizzabelag oder klein geschnitten in Saucen oder Salat ist das Schinken-Imitat nicht leicht zu erkennen. Bei größeren Stücken erkennt man Analogschinken an der unterschiedlichen Muskelfaserrichtung.

Hinzu kommt, dass fast jeder Schinken Nitritpökelsalz enthält. Nitrit ist hochgradig giftig. Erhitzt man nitritpökelsalzhaltige Produkte auf mehr als 130° Celsius, werden dann auch noch krebserregende Nitrosamine frei, wovon viele Restaurantbetreiber noch nicht einmal etwas ahnen, geschweige denn wissen.

Spät- statt Frühkartoffeln

Frühkartoffeln werden früher gepflanzt und geerntet als normale Kartoffeln. Frühkartoffeln haben einen geringeren Stärkeanteil und eine sehr dünne Schale.

Diese kann problemlos gegessen werden und macht sie daher so beliebt. Oft werden Frühkartoffeln aber durch Kartoffeln alter Ernte oder aus der Dose bzw. dem Glas ersetzt.

Dosensuppe statt hausgemachte Suppe

Eine echte hausgemachte Suppe erkennt man an ihren frischen Zutaten. Oft handelt es sich bei Suppen „nach Hausmacherart“ um Fertigprodukte aus der Dose.

Diese enthalten Geschmacksverstärker und künstliche Aromen, statt echter Gewürze. Hinzu kommt, dass sie mit vielen Farb- und Konservierungsstoffen versetzt werden.

Der Vorteil für die Restaurantbetreiber liegt auf der Hand: Weniger Vorbereitungszeit und Personalkosten, denn eine Dosensuppe ist schnell geöffnet und aufgewärmt.

Andere Sprache – höhere Rechnung

Es waren Restaurants im Zentrum von Prag, die kontrolliert wurden. Diese Gastronomiebetriebe werden in hohem Maße von Touristen besucht.

In 8 von 13 Restaurants erhielten die fremdsprachigen Gäste eine höhere Rechnung, als die tschechischsprachigen.

Billige Kammmuscheln statt edler Jakobsmuscheln – einfach Rotzunge statt delikater Seezunge. Ein Koch aus Wandsbek packt aus:

Jürgen W. (Name geändert) arbeitet seit 40 Jahren als Koch. In dieser Zeit hat der 63-Jährige so einiges erlebt:

Wirte gehobener Restaurants, die ihre Zutaten bei „Penny“ kaufen – längst abgelaufene Lebensmittel, die noch auf den Tisch kommen. Den Gipfel der Dreistigkeiten erlebte er jedoch bei seinem letzten Arbeitgeber.

„Auf der Speisekarte steht ,Spanferkelsülze hausgemacht’. Tatsächlich wird aber einfache Sülze von Metro serviert. Auch die „Kalbsleber“ im Menü ist nicht das, was sie verspricht.

In Wirklichkeit wird Rinderleber verwendet, und damit man das nicht sieht, weil die ja in der Farbe dunkler ist, wird das Ganze mit einer dicken braunen Soße übergossen, die auch jeden Geschmack überdeckt“, so Jürgen W.

Besonders frech: Der „Lyoner Wurstsalat“ besteht aus den Scheibenwurstresten vom Brunch-Buffet am Wochenende, die dafür zerschnippelt wurden.

Und: Die Gulaschsuppe vom Ochsenfleisch ist in Wirklichkeit eine einfache Rindfleischsuppe.

Jürgen W. hat gekündigt: „Das ist doch Betrug!“, schimpft er. „So was konnte ich nicht länger mitmachen. Das geht gegen meine Kochehre.“

Zum Abschluss noch ein kleines Video:

Quelle…

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