Beuteland Nach dem Bestseller Die letzten Jahre des Euro und einer deutschen Geldgeschichte (Vom Goldstandard zum Euro) legt Bruno Bandulet wieder ein Buch vor, das die Nahtstelle zwischen Politik und Wirtschaft aufsucht und das in die Vergangenheit greift, um die Gegenwart verstehen zu können. Beuteland ist zwar etwas reißerisch, aber das Buch, das unter Mithilfe namhafter Wissenschaftler (Prof. Willecke, Prof. Schachtschneider und andere ) entstand, ist exzellent recherchiert und von A bis Z faktensicher.

Beuteland – Bruno Bandulet

Beuteland Nach dem Bestseller Die letzten Jahre des Euro und einer deutschen Geldgeschichte (Vom Goldstandard zum Euro) legt Bruno Bandulet wieder ein Buch vor, das die Nahtstelle zwischen Politik und Wirtschaft aufsucht und das in die Vergangenheit greift, um die Gegenwart verstehen zu können. Beuteland ist zwar etwas reißerisch, aber das Buch, das unter Mithilfe namhafter Wissenschaftler (Prof. Willecke, Prof. Schachtschneider und andere ) entstand, ist exzellent recherchiert und von A bis Z faktensicher.

Beuteland: Die systematische Plünderung Deutschlands seit 1945

Das Buch Beuteland von Bruno Bandulet mit seinen über 300 Seiten ist in 8 Kapiteln aufgeteilt, bei denen eine gewisse chronologische Vorgehensweise ersichtlich ist. Die einzelnen Unterkapitel beinhalten schon beim durchlesen brisanten Sprengstoff, der von bestimmten Leuten am liebsten unter den Teppich gekehrt werden würde, oder die Tatschen die sich darin befinden, als übertrieben, oder gar falsch darstellen.

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Das Buch von Bruno Bandulet mit seinen über 300 Seiten ist in 8 Kapiteln aufgeteilt, bei denen eine gewisse chronologische Vorgehensweise ersichtlich ist. Die einzelnen Unterkapitel beinhalten schon beim durchlesen brisanten Sprengstoff, der von bestimmten Leuten am liebsten unter den Teppich gekehrt werden würde, oder die Tatschen die sich darin befinden, als übertrieben, oder gar falsch darstellen. Allein schon der Umstand, in welchem Maße die Alliierten das deutsche Volk und Land ausraubten, ist kaum vorstellbar. So kam Japan was Reparaturleistungen betrifft, aufgrund ihrer neuen Schutzmacht Amerika mit einem blauen Auge davon und erhielt 1951 auch noch einen Friedensvertrag.

DEUTSCHLAND IST EIN GROSSARTIGES, verstörendes Land. Ein Land, in dem Idealismus und Naivität, Schuldkult und Arroganz, Stolz und Selbsthass, Stärke und Verletzlichkeit eng beieinander liegen. Eine unsichere Nation, in der politische Korrektheit auf Kosten der Meinungsfreiheit gepredigt wird und historische Korrektheit auf Kosten geschichtlicher Wahrheit. Ein Land mit einem geduldigen Volk, das die bizarren Politmanöver seiner Kanzlerin lange Zeit gleichmütig ertragen hat. Und mit einer politischen Klasse, die der demokratischen Bühne des Bundestages den Rücken gekehrt hat und die ihr Gefühlssprech bevorzugt in substanzlosen TV-Talkrunden dem Publikum darbietet. 

Wir leisten uns eine politische Klasse, die – in den Worten des Bonner Staatsrechtslehrers Josef Isenseemenschenrechtlichen Universalismus predigt und die in der Menschenwürde die Einladungs und Kreditkarte der Willkommenskultur sieht. Die die Politik infantilisiert und sentimentalisiert hat, die mit Betroffenheits und Befindlichkeitsvokabeln hantiert und der Argumente und Sachverhalte als »das Obszöne« gelten, wie es Cora Stephan einmal formuliert hat. Eine Republik mit einer ehemaligen, längst nicht mehr konservativen Staatspartei CDU, deren Fraktionsarbeitsgemeinschaft
»Recht« 2015 das Kunststück fertigbrachte, ein sechsseitiges Papier zur Flüchtlingskrise zu produzieren, in dem Ausführungen zum Staat, zum Volk und zur zivilisatorischen Errungenschaft von Grenzen gänzlich fehlen.

Wo Gesinnung mehr zählt als Sachkunde, konnte es nicht verwundern, was eine Sendung des TV-Magazins Panorama am 12. Mai 2005 ans Licht brachte. An diesem Tag durfte zwar nicht das Volk, aber der Deutsche Bundestag mit seinen 601 Abgeordneten über die EU-Verfassung abstimmen. In der Annahme, dass die Volksvertreter eigentlich wissen müssten, worüber
sie entscheiden, fragte Panorama führende Experten aller Parteien nach dem Inhalt des EU-Verfassungsvertrages. Keiner von ihnen hatte die geringste Ahnung von den Zuständigkeiten der EU. Christian Ströbele von den Grünen wusste immerhin: »Das sind sehr viele.« Friedbert Pflüger von der CDU antwortete auf die Frage, welche Mehrheiten es in Brüssel brauche,
um ein Gesetz zu verabschieden, mit entwaffnender Ehrlichkeit: »Das weiß ich nicht.«

Zugegeben, es war von den Parlamentariern vielleicht etwas zu viel verlangt, die 500 Seiten mit ihren 448 Artikeln und ihren 36 Zusatzprotokollen durchzusehen, bevor sie zum Votum schritten. Die französischen und die niederländischen Bürger, denen ein Volksentscheid gestattet wurde, haben den Text vermutlich auch nicht studiert, bevor sie ebenso instinktiv mit Nein stimmten wie die deutschen Abgeordneten mit Ja. Und warum sollten die folgsamen Volksvertreter ein Papier aus Brüssel mühsam durcharbeiten, wo sie doch schon vorher wissen, dass sie alles, was von der EU kommt, gut heißen werden? Die Mehrheit der Gesetze wird ohnehin nicht mehr in Berlin gemacht. Die Abgeordneten nicken nur noch ab, sie spielen nur noch Gesetzgeber.

Unter der Prämisse, dass Argumente, Sachverhalte und Realitäten eben nicht »das Obszöne« sind, sondern Grundlage jeder Erkenntnis, wurde dieses Buch geschrieben. Es bietet keine Verfassungsgeschichte – die müsste im Detail darstellen, wie Geist und Buchstabe des Grundgesetzes ausgehöhlt und verfälscht wurden. Es ist ebenso wenig eine innenpolitische Darstellung
– die müsste schildern, wie der politische Betrieb in Deutschland mit der Zeit verflacht wurde und wie sehr die Qualität des politischen Personals seit der Adenauer-Zeit gelitten hat. Und es ist auch keine Wirtschaftsgeschichte, obwohl sie immer wieder in die Erzählung hineinspielt und obwohl die Beobachtung richtig ist, dass Deutschland ohne seine ökonomische Potenz ein schlechtes Beuteobjekt abgegeben hätte. »Sie glauben doch nicht im Ernst«, sagte der griechische Philosoph Panajotis Kondylis, »dass sich für Deutschlands Schuld jemand interessieren würde, wenn Deutschland kein Geld hätte.« Nicht nur das, die Deutsche Mark würde heute noch existieren, hätte die Bundesbank alles getan, um sie herunterzuwirtschaften.

Zweck dieses Buches ist es, Gegenwart und Vergangenheit der Bundesrepublik Deutschland auf eine neue Weise zu sortieren und damit eine Realgeschichte zu präsentieren, die das deutsche Drama aus ungewohnter Perspektive beleuchtet. Dabei werden zwei Handlungsstränge verfolgt. Zum einen die Plünderung des Landes durch die Siegermächte nach 1945, dann
der Komplex der finanziellen Wiedergutmachung von den fünfziger Jahren bis zur Wiedervereinigung (und auch danach) und schließlich die in der Hauptsache von Deutschland finanzierte Umverteilung in der EU, die der britische Historiker Niall Ferguson ein »einvernehmliches System von Kriegsreparationen« nannte. Und zum anderen der Handlungsstrang Souveränität,
ein Leitmotiv der Regierung Adenauer. Sie konnte 1990 mit der Wiedervereinigung völkerrechtlich verankert werden, wurde dann aber in der politischen Praxis ausgehöhlt, nicht zuletzt durch den Euro – ein Film, der just in dem Augenblick zurückgespult wurde, als sich die Handlung ihrem glücklichen Ende zu nähern schien.

»In der Politik geht es nicht um Problemlösungen und Erleichterungen oder Verbesserungen im Leben der Bürger«, sagte Roland Baader, »sondern um Macht, um die Herrschaft von Menschen über Menschen. Macht ist die verführerischste aller Drogen.« Das gilt für die internationalen Beziehungen ebenso wie für die innerstaatlichen Verhältnisse. Der Besitz von Macht
ermöglicht es, andere dazu zu bringen, etwas zu tun, was sie aus eigener Einsicht nicht tun würden. Der Mächtige ist Subjekt, der Ohnmächtige wird zum Objekt und zur leichten Beute und flüchtet sich zugleich in ideologische Überhöhung und Rechtfertigung, um seinen Status zu beschönigen.

So entstehen politische und historische Schutzbehauptungen und Legenden, die verbissen verteidigt werden. Stimmt es etwa nicht, dass der berüchtigte Morgenthau-Plan 1945 nur modifiziert, aber nicht beerdigt wurde, dass sich die US-Truppen unter General Eisenhower schwerer Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben,1 dass die Siegermächte mit den Beschlüssen von
Jalta und Potsdam das Völkerrecht mit Füßen getreten haben? Nein, so hören wir, Deutschland wurde befreit – und eine deutsche Fernsehsendung verstieg sich zur irren Version, die Wehrmachtssoldaten, die 1944 in der Normandie Widerstand gegen die Invasion leisteten, hätten gegen die eigene Befreiung gekämpft.

Oder was ist davon zu halten, dass die Ostdeutschen aus ihrer Heimat verjagt wurden und dass über 2 Millionen im Zuge der Vertreibung den Tod fanden? Es war nur ein Bevölkerungstransfer, so wird relativiert, oder noch besser – sie mussten eben die vorher von Deutschland »besetzten« Gebiete verlassen. Letztere, ganz neue Lesart hat sich der Herausgeber des
Handelsblatt einfallen lassen.

Das historische Gedächtnis in diesem Lande ist inzwischen so kurz, dass nahezu alles unwidersprochen behauptet werden kann. Lange ist es her, dass Der Spiegel an den »Aberwitz« und den »Raubzug« der Nachkriegsreparationen erinnerte, dass er von »Reparationsbeute« sprach, dass er den Missbrauch von Wiedergutmachungszahlungen anprangerte oder dass er
der jugoslawischen Regierung vorrechnete, sie habe in ihre Statistik von Kriegstoten gleich auch noch die massakrierten Volksdeutschen eingeschmuggelt, um mehr Entschädigung verlangen zu können.3 Ist es vielleicht nur eine Unterstellung, dass nie in der neueren Geschichte eine Volkswirtschaft und ein ganzes Land so gründlich ausgeplündert wurden wie Deutschland nach 1945? Deutschland habe überhaupt keine Reparationen bezahlt, behauptete Jahre später der amerikanische Botschafter in Bonn. Was sich in den Jahren bis 1951 in den Besatzungszonen wirklich abgespielt hat, erfahren Sie in Kapitel 3. Widerlegt wird nicht nur die Legende von der Befreiung, sondern auch das Märchen, die Sieger hätten die Demokratie nach Deutschland gebracht.

War der Euro etwa eine Frage von Krieg und Frieden, wie Helmut Kohl behauptete, und eine Großtat der europäischen Verständigung? Oder wurde er nicht gegen alle Widerstände durchgesetzt, um die erfolgreichste und angesehenste europäische Zentralbank, nämlich die Bundesbank, zu entmachten und das primäre deutsche Souveränitätsmerkmal, die D-Mark, zu beseitigen? Diese Geschichte der Selbstentäußerung finden Sie in Kapitel 7. Und in Kapitel 6 wird mit einer Fülle von Zahlen und Fakten belegt, wie das europäische Projekt eines Adenauer und eines Schuman entgleiste und in eine reguläre Transferunion umfunktioniert wurde.

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